Wenn es tatsächlich so einfach wäre, wie der Titel dieses Artikel es vermuten ließe, ja warum tun sich viele Spieler bei einer Runde Golf denn noch so schwer?Wahrscheinlich, weil wie bei einer Pizzalieferung auch im Universum mal eine Bestellung falsch ausgeliefert werden kann.

In der psychologischen Forschung heißt es „Unsere Gedanken spiegeln die Realität nicht einfach wider, sondern sie formen diese Realität maßgeblich selbst“. Heißt das jetzt, ich denke, also wird es so sein, wie es es mir erdachte?

Zumindest kann die Forschung bestätigen, dass die eigene geistige Haltung mit darüber bestimmt, wie sich unsere Gedanken in unserer Golfrealität auswirken. Für den einen oder anderen unter Ihnen als Golfspieler mag es nicht die neueste Erkenntnis sein aber es gibt auch viele Spieler, die noch nicht begriffen haben, was negative Gedanken und Zweifel auf der Golfrunde für schlimme Konsequenzen haben können.

Aus der Medizin kennt jeder den Placebo Effekt. Kaum liest man den Beipackzettel eines Medikamentes mit den unseligen Nebenwirkungen und schon verspürt man diese. Alleine die Gedanken an eine mögliche Übelkeit, die das Medikament haben kann, wird plötzlich eine echte Übelkeit. Kennen wir auch vom Golf mit dem Schlag über ein Wasserhindernis. Kaum muss man über den zehn Meter breiten Teich, zweifelt man an seiner Schlagreichweite, wider besseren Wissens und schon landet man inmitten der Entengrütze. War ja klar, die Gedanken das dies passieren kann, haben das Ereignis ja schon angekündigt oder besser ausgedrückt, sogar geformt.

Warum nicht gleich die positive Einstellung einnehmen und an das Ufer gegenüber denken, dort wo die sichere Landezone einen auf dem Fairway geradezu anlächelt?

Der erdachte Erfolg, der alleinige Gedanke daran, verändert die ganze Körperhaltung und trägt mit dazu bei, den Erfolg wahr werden zu lassen. Sozusagen, die Bestellung im Universum zum erfolgreichen Golfschlag. Damit wir uns nicht mißverstehen, wenn ein Teich zweihundert Meter breit ist, Sie mit dem Driver aber auch mit besten Willen nur einhundertsiebzig Meter schlagen, wird der positive Gedanke nicht über die letzten dreißig Meter tragen. Sie sollen sich nicht überschätzen, sondern im Rahmen Ihrer Kompetenzen verbleiben.

Die mentale Grundhaltung zu einer Sache, kann und wird das Ergebnis entweder positiv oder negativ beeinflussen. Tatsächlich haben sogar Studien bewiesen, das pessimistische Naturen von Menschen, nicht nur weniger aktiv sind, sondern auch proportionale Größere körperliche Beschwerden aufweisen, als positive Menschen. Diese leben sogar um 7,5 Jahre länger. Wäre nicht alleine das schon ein Grund für Sie, beim nächsten Wasserhindernis den positiven Gedanken zuzulassen, dass der Golfball sanft auf dem Fairway dahinter ausrollt?

Sicherlich ist eine positive Einstellung kein Allheilmittel, dennoch kann die Einstellung sehr viel zu einem besseren Gelingen beitragen, wenn Sie vor einer Herausforderung stehen.

Doch was sich leicht spricht, lässt sich oftmals nur schwer umsetzen. Diese Grundhaltung, ob nun im Leben oder im Golfspiel lässt sich nicht von heute auf Morgen umsetzen, sondern ist ein Weg den es zu beschreiten gilt. Mit jedem Meter den Sie vorankommen, machen Sie wortwörtlich einen Schritt nach vorne.

Denken Sie ein „lautes Stopp“ in Gedanken, wenn wieder einmal die typischen Zweifel aufkommen und stellen Sie sich stattdessen vor, wie es in Ihren Vorstellungen eigentlich sein soll. Vielleicht hilft es Ihnen auch es laut zu sagen, manche Menschen brauchen eine „gesagte“ Bestätigung und anderen wiederrum genügt die Vorstellung dessen vor dem geistigen Auge, wie es denn für Sie sein soll. Welche Methode Sie bevorzugen, tun Sie es einfach!

Fangen Sie mit der Einsicht an, dass Ihre persönliche positive Einstellung gegenüber einer Herausforderung wichtig ist und dass Sie dieser aufrecht stehend begegnen wollen. Stellen Sie sich das „gute Ende“ vor und sein Sie sich bewußt, dass Sie und niemand anderes etwas dafür tun kann, dass es gelingt!