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Jeder Mensch ist Mittelpunkt eines Universums

Manchmal lohnt es sich einen Schritt zur Seite zu gehen, nicht nur im Leben, sondern auch auf dem Fairway, um die eigene Lage oder die des Balles in einem anderen Licht zu sehen.

Die Perspektive oder auch Sichtweise genannt, ändert sich auf Dinge im Leben und auf dem Platz, wenn genug Zeit vergangen ist und läßt einem über das Geschehene später einmal anders denken. Manchmal erscheint das, was gerade eben noch sinnvoll erschien, nur wenige Augenblicke anders und gar nicht mehr so logisch und sinnvoll. Die jeweilige Perspektive beansprucht jedoch für sich die eigene volle Wahrheit, auch wenn sie nicht die ganze sein muß, sondern möglicherweise nur ein Teilaspekt ist.

Was hier hier so philosophisch klingt, kann jedoch aus der Sichtweise des Betrachters eine wertvolle Orientierung sein. Ergibt sich doch aus der momentanen Situation im Spiel eine Wahl die im Augenblick des Moments eine Entscheidung fordert und später, nach der Ausführung der Entscheidung, dass Ergebnis präsentiert. Hätte man die gleiche Entscheidung getroffen, wenn man in der Ausgangslage mehr gewußt hätte? Wenn Sie wieder in die gleiche Situation kommen, können Sie Aufgrund der Erfahrung und Entscheidung, welche Sie in der damaligen Perspektive getroffen haben eine neue Sichtweise einnehmen, da das Ergebnis damals vielleicht Ihrem Wunsch nicht entsprach.

Ein paar Beispiele, wie Ihnen eine andere Sichtweise zu mehr Gelassenheit im Spiel verhilft.

Weil gelegentlich Dinge nicht unseren Vorstellungen entsprechen, so dass eine abweichende Realität nicht akzeptiert werden kann, auch dann nicht, wenn das Ergebnis offentsichtlich vor uns liegt, kommt es zu Ärger und Frustration in unserem Spiel.

Die Vorstellung eines guten Schlages läuft dem Ergebnis zuwider, wenn der Ball nicht dort aufkommt wo wir ihn erwartet haben. Als Golfer wäre man in diesem Fall gut beraten den Ärger nicht in Beziehung zu dem Schlag zu setzen, sondern unsere Vorstellung eines Schlages der Realität anpassen und zu akzeptieren. Mag der Schlag gut gewesen sein, so war es möglicherweise die Bodenbeschaffenheit nicht und somit verantwortlich für das unplanmäßige abprallen und ausrollen im Rough. Verlassen Sie die Perspektive, das eine Vorstellung und die daraus folgende Erwartung mit dem tatsächlichen Ergebnis am Ende zwingend übereinstimmen muß.

Wenn wir im Golf nur an einem Interesse haben und alles andere ausblenden, weil es uns nicht interessiert, kann es auf der Runde zu einem massiven Interessenkonflikt mit unserer Erwartung im Spiel kommen. Manche Golfer trainieren stets auf dem Kurzplatz auf perfekten kurzen Rasen und weichen, glasglatten Grün. Das geht genauso so lange gut, wie der Ball auf dem Fairway landet und nicht außerplanmäßig im Rough oder im Bunker liegen bleibt. Die Befreiung aus der schlechten Balllage wird im Training gerne von Golfern vernachlässigt, weil es nicht Ihren Interessen dient und führt zwangsläufig zu Unsicherheiten in der Spielweise, wenn sich alle Golfgötter gegen einen verschworen haben.

Die meisten Menschen wissen nicht, dass Sie nur eine Perspektive haben und finden es plötzlich bedrohlich wenn die Dinge anders aussehen. Darum ist es im Training und im Spiel von Vorteil, wenn Sie die Sichtweise einmal wechseln und sich das gespielte Loch nicht nur vom Abschlag aus ansehen, sondern auch rückblickend betrachten, wenn Sie eingelocht haben. Möglicherweise fällt Ihnen dann auf, warum es auch eine andere Möglichkeit gibt zum Erfolg zu kommen.

Darum merken Sie sich wohl:

Aus Hintertupfinger Perspektive wirkt Manhattan faszinierend;
aus der des Abwasserkanals unter dem Broadway weniger.

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